Mittwoch, 23. Februar 2011

Samstag, 19. Februar 2011

Das Werden der jungen Leither

Gelartig gelassen fliegst du im Kreis.
Aeronautisch anmutendes Zeugnis der Selbsterkundung.
Zumindest den Wasabi-Effekt musste dir keiner erklären,
kleines Würstchen.

Geimpftes Schweinefett war dir nicht genug,
du wolltest gleich den guten Hafer für dich allein,
gierige Verlassende.

Grünlich angerauchte Wegmarken verlieren
ihren Sinn im Gegenüber.
War ein Vers schuld, eine Pointe?

Das Feuer der Unschuld kann lichterloh
brennen, wenn eine holprige Passage
den Berg zum Feind erklärt.

Weder Engel noch Flügelwachsen wird
dir dann noch den erretenden Strohhalm gönnen,
wundersames Mondgespinst.

Montag, 14. Februar 2011

Der Like-Button

Wie viele unserer Autoren sicher wissen, steht seit langem die Frage im Raum, ob KWK denn nicht mit Facebook vernetzt sein solle - die Abstimmung unter folgendem Link wird das entscheiden.


http://www.doodle.com/i2az6ipnynwauz6i

The Life and Death of Hans Nebel

Mars - Hans Nebel. Ein Name, zu dem man keine Worte findet. Mancherorts bespannt mit den Met(t/h)-aphorismen, er sei der „Samy des Raps, der Miles des Jazz, der Banksy des Tags und die Wirkung des Flashs“. Seine Kritiker sagen, vom Leben selbst hätte er überhaupt keine Ahnung. Wer oder was also ist Hans Nebel? Etwas kurzes zur Aufklärung: um 1900 geboren veröffentlichte er mit zwanzig Jahren seine erste kurze Abhandlung zur Wissenschaftsphilosophie. Die Essenz dieser ist, dass Wissen überhaupt keinen Spass mache und sich doch jeder selbst fragen solle, was er denn wisse, woher das denn komme und was man dagegen tun könne. Nebel unterscheidet auch zwischen zwei verschiedenen Formen des Wissens, einerseits gibt er zu, metaphysisches Wissen sei vermutlich eine völlige Illusion, andererseits behauptet er aber, dass die Erfüllung der gesamten Menschheit im Hedonismus liege und legt empirische Daten dazu vor. Diese scheinen zunächst einleuchtend, Glücklichkeitsquoten von nahezu 100 % blieben seit der Steinzeit in jahrhundertlichen Untersuchungen konstant – kritisch ist dabei, dass Nebel seinen Begriff nicht definieren kann. Weiter ist klar: glauben ist wichtig, aber was ist das sonst so, der Glaube? Durch die Unsinnigkeit seiner Thesen fanden seine Theorien leider keinen Einzug in die heutige Lethargie, wichtiger jedoch ist sein kurz vor seinem Tod (weil coole Menschen immer irgendwas cooles machen müssen, bevor sie sterben, sie müssen ja Coolness gewinnen, Anm. d. Spast.) verfasstes zweites Werk „Ich bin ein Anagramm und lüge (im Bezug auf Namen, Anagramm und Lüge und darauf)“.

Sonntag, 13. Februar 2011

Der Pirat und die Piraterie

Watching Ton - Wie Förderationsoberkommisar Wulff kürzlich bekannt gab, ist die Zeit der wirtschaftlichen Depression beendet.
Ermöglicht wurde die Beendigung durch das nach ihm benannte christl.
(christianische) Melkverfahren, bei dem die Wirte des Kuhnektars nun nichtmehr wie üblich geschlachtet werden müssen um an die sog. Milch zu gelangen.
"Das Verfahren ist zwar ebenso einfach wie sexuell anstößig, doch ermöglicht es uns nun [...] die Kühe öfters als einmal zu [...] entsaften..." so der Wulff im Kuhpelz gegenüber Kawummkeule.
Schnippische Stimmen aus den eigenen Parteirängen, wie die des Verkehrskönigs Sauerrahm, behaupten, er habe "diese Technik bei einem seiner Liebesabenteuer zufällig entdeckt und optimiert".

Da die deutsche Förderation nun einer der Hauptproduzenten von Milch ist, strebt ungeachtet der sozialen Ungerechtigkeiten, Kälte und Spannungen unsere Wirtschaft weiterhin ihrem Ziel entgegen.

Spontane Freudendemonstrationen fanden heute in Stuttgart, Hannover, Berlin, Darmstadt und Rostock statt. Die Demonstanten sangen die Hymne unserer Nation und trugen Schilder mit Aufschriften wie "Endlich kann man alles was wir brauchen an der Tanke kaufen" mit sich. Da sich die Polizei nur mäßig angegriffen fühlte, gab es verhältnismäßig wenige Tote.

Auch Tierschützer loben den Umstand, dass das Förderationsnützliche sich mit dem Tierschutz deckt. Die letzte derartige Neuerung war 1999 als Detlev Ulli herrausfand, dass Vögel nicht gegrillt werden, wenn sie auf unseren Strommasten rasten.
D.Ulli war es heute leider nicht möglich, seinen Kommentar zur neuesten Tierschutz- und Wirtschafstboommaßnahme abzugeben, da er wegen politisch bedenklicher Blogeinträge in Untersuchungshaft sitzt.


KawummKeule wird weiter berichten.

Samstag, 5. Februar 2011

Geworfenheit

"Ich schiele nach außen, das unterscheidet mich von allen anderen Philosophen."

Bedenken sie einmal Folgendes: Wenn es keinen Gott gibt, dann gibt es möglicherweise auch keine Ausreden mehr, von wegen "menschliche Natur" oder auch Entschuldigungen für irgendetwas! Wir versuchen uns das einmal so zu vergegenwärtigen: Stellen sie sich vor, zu betreiben eine Internetseite, auf der sie öffentlich zum Gesetzesbruch aufrufen, indem sie behaupten, sie seien in irgendeiner Weise seelisch verkommen oder einfach nur besoffen, was letztlich nur zwei Bezeichnungen für den selben Zustand sind.
Da sie so eloquent sind und es ihnen auch an Sprachwitz nicht mangelt, findet sich bald eine kleine Anhängerschar, ein Fanclub oder wie sie das gerne nennen mögen. Während sie also gerade antike Ortsnamen auswendig lernen, Klavier spielen oder philosophische Essays schreiben, hat sich längst ein wütender Haufen von betrunkenen/ seelisch abartigen Tölpeln (nicht gemeint sind diese Vögel da, bei den Klippen am Meer, Anm. d. Hrsg.) der mit Forken und Feuerdingern, hier äh Fackeln bewaffnet sich aufmacht, den Reichstag anzuzünden und es den Nazis in die Stiefel zu schieben. Wollen sie das verantworten?
Darüber hinaus haben sie gerade bemerkt, dass die "Abwensenheit des Autors kein (...) Schreibakt ist" (Barthes, Roland: "Der Tod des Autors."), was ihnen nicht unmittelbar einleuchtet, oder aber sehr offensichtlich zu sein scheint, da die Abwensenheit des Autors ja irgendwie was ganz anderes ist, als ein Schreibakt. Oder eine Pommesbude, das ist ja auch keine Abwesenheit des Autors, nä? Also Schwachsinn wird immer veranstaltet, mit oder ohne Begründung, mit oder ohne Studienabschluss, ist ja am Ende egal.

Montag, 31. Januar 2011

§20 StGB:

Ohne Schuld handelt, wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung, wegen einer tiefgreifenden Bewußtseinsstörung oder wegen Schwachsinns oder einer schweren anderen seelischen Abartigkeit unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln.


Wenn ich nicht seelisch abartig bin, wer dann?

Auf zu den Waffen Kameraden; Let this party never end!